Zunftnews 2015

Weihnächtlicher Ausklang im Fliegerschuppen:

Mit Kind und Kegel am letzten Bauabend im alten Jahr

Aktueller war wohl kaum ein Sujet der letzten Jahre. 30 Zünftler mit Frauen und Kindern arbeiteten hoch motiviert nach den Anweisungen unseres Bauchefs Dieter Haller. Langsam, aber sicher nimmt unser Wagen Form an, doch es gibt noch viel zu tun - und so hofft unsere Baucrew auf weiterhin tatkräftige Unterstützung von Seiten aller Zünftler, auch im neuen Jahr.

So zeigten u.a. die beiden AZM Mario Kistler und Erhard Kälin sowie Ernst, Hausi…. ihr handwerkliches Können. Der standfeste Weibel Jörg Büchi war zugegen, und auch der Alt-VKP Andreas Arpagaus packte tatkräftig mit an. Auch das Altweibelpaar Berto und Daniela Margraf war dabei. Und insbesondere die „Altweiblerin“ zeigte den Herren, wie mit einem Haarfön umzugehen ist („Sie merkte zwar an, deswegen hätte sie nicht zum Bauen kommen müssen!").

OK Bannerweihe mit "Stirzel"

Für das kulinarische Wohl mit weihnachtlichem Flair sorgte das OK Bannerweihe und 90 Jahre Wey-Zunft unter der Leitung von Roger Ulrich und AZMErwin Bühler. Sie liessen es sich nicht nehmen, auch einen Weihnachtsbaum mitzubringen. Dieser „Stirzel“ hatte weniger Tannennadeln als Sepp Blatter Bartstoppeln anlässlich der Pressekonferenz, an der seine Sperre verkündet wurde. Die liebevolle Deko des „Baums“ durch Stephan Knüsel und Uli liess hingegen darüber hinwegsehen.

Herbert Lörch sorgte für die musikalische Umrahmung mit weihnächtlichen Klängen. Und die Küchenbrigade, angeführt durch Edgar Ming, zauberte ein genüssliches Menü zu Tage. AZM Giulio Capasso stiess dann auch als letzter des OK’s pünktlich zum Essen zu uns ... und liess es sich auch nicht nehmen, gleich als Erster (bevor es ums Abräumen ging) wieder zu gehen.

Rundum ein gelungener und geselliger Abend; ganz herzlichen Dank allen Anwesenden!

Text / Fotos: René Najer


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Weihnächtlicher Ausklang im Fliegerschuppen:

Herrensamichlaus 2015:

Der Samichlaus kam, sah, grüsste ... und ging

Rund vierzig Zünftler genossen im Fliegerschuppen einen gemütlichen Abend mit dem kürzesten Samichlaus-Besuch aller Zeiten.

Im wunderschön vorbereiteten Oberdeck des Fliegerschuppens empfing das VK 15 eine grosse Anzahl Zünftler zum Herren-Samichlaus. An adventlich gedeckten Tischen mit Erdnüssen und Mandarinen entstanden bald angeregte Gespräche. Nachdem sich alle mit Getränken eingedeckt hatten, gab es ein feines Nachtessen mit zweierlei Fleischkäse, von Heinz Kaufmann zubereitet und von Christian Amstutz mit Salaten serviert.

Ganz nach Knigge

Völlig überraschend erschien ein würdevoller Samichlaus, der uns alle mit einer zunftmässig korrekten Anrede begrüsste – feststellte, dass gemäss den neuen „Umgangsformen der Wey-Zunft“, Ziffer 4.2 und Ziffer 4.3, über Zünftler nichts Schlechtes gesagt wird – sich verabschiedete und von dannen zog.

Zurück blieb eine erstaunte Herrenrunde, die sich aber bald wieder in gute Gespräche vertiefte. Alt-Zunftmeister Peter Graber unterhielt uns mit einem originellen Sprüchli, an dem sich auch der Samichlaus gefreut hätte. Bei einem feinen Dessert und Kaffee verbrachten wir noch einige gemütliche Stunden in frohem, kameradschaftlichem Zusammensein.

Herzlichen Dank ans VK 15 für den gelungenen Abend!

Text / Fotos: Beat Fischer AZM


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Herrensamichlaus 2015

Familiensamichlaus 2015:

"Samichlaus, du liebe Maa"

Bereits ist die Hälfte der Kerzen am Adventskranz angezündet, es weihnachtet sehr. Es wird kühl und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Leider fehlt noch der Schnee. Aber es ist die richtige Jahreszeit, um den alljährlichen "Wey-Zunft Familiensamichlaus" zu feiern.

Zahlreiche Zünftler und Zunftfrauen mit ihren Kindern folgten diesmal der Einladung des VK 2015.

Treffpunkt war das weihnachtlich dekorierte Möbelhaus Egger in Eschenbach, welches durch unseren Zunftkameraden Richi Müller zur Verfügung gestellt wurde.

Den Kindern war die Anspannung vor dem Erscheinen des Samichlauses anzumerken. Möglicherweise war dabei auch der eine oder andere Erwachsene etwas nervös. Bevor der Samichlaus eintraf, durften die Kinder selber Lebkuchen verzieren und Grittibänze kneten. Jedes einzelne dieser schmackhaften Gebäcke wurde fantasievoll, spannend, wunderschön und verspielt gestaltet.

Dann war es soweit: Um 17.45 Uhr betrat der Samichlaus den Platz. Nach den lieben, nachdenklichen, hinweisenden, mahnenden und vor allem schönen Worten aus dem grossen Samichlausbuch durften die Kinder ihre auswendig gelernten Sprüche preisgeben.

Eseli, Eseli hoppsassa,
zieh am Chlaus sin Schlette na.
Chom is Dörfli i,
met em liebe Chlaus debi.

Viele weitere Samichlaussprüche folgten. Jedes Kind mit Sprüchlein (und teilweise auch Erwachsene), aber auch jene, die sich nicht getrauten, erhielten dann ein volles Säcklein mit Nüssen, Mandarinen, Schoggi und Sugus. Vielen Dank in diesem Sinne dem zunftmeisterlichen Spender!

Ausklang bei Glühwein, Punsch und Gulaschsuppe

Zum Abschluss konnten sich die Anwesenden mit Glühwein, Punsch und Gulaschsuppe verköstigen.

Viele gemütliche, interessante, spannende, aufregende, schöne, ernste und witzige Gespräche später ging auch dieser Abend zu Ende.

Danke dem VK für den gemütlichen Abend im Kreise der Weyzunft-Familie!

Text: Michael Riedweg
Fotos:
Benno Zurfluh


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Familiensamichlaus 2015

Turmstobete 2015:

Fürs Lotto blieb kein Käse mehr übrig

Der Pulverturm war am 27. November 2015 für die "Turmstobete" aufgewärmt und bereit, um etwas über 30 Zünftler zur Mondscheinfahrt zu empfangen.

Eingeladen wurde genau auf 19 Uhr, der Apéro wurde dann in unserer schönen Lounge eingenommen. Nach den ersten gemütlichen Minuten im Kreise den Zunftkameraden wurden wir durch Ansage von unserem VKP2015 in die Stube zum Essen gebeten.

Chrampf vor Mampf war angesagt

Ein Fondue zum selber Anrühren war genau das, was zu diesem Abend passte. Jeweils vier Zünftler besammelten sich um einen Caquelon und mischten die Zutaten etwas anders zusammen. Natürlich hatte jeder sein eigenes Rezept, wie das Fondue am Schluss am besten schmecken sollte. So war am Schluss kein Käse mehr übrig, ergo hatte jeder die richtige Mischung gefunden.

Nun konnte mit dem Lotto begonnen werden. Wohl aus praktischen Gründen lagen die Lottoscheine bereits als Tischsets bereit, und jeder Zünftler konnte sich seine Taktik während des Abendessens zurecht legen.

Die erste Runde ging bereits fulminant los, die Lautstärke schoss gleich in die Höhe und man wusste teilweise nicht, ob man im Pulverturm oder an der New Yorker Börse war.

Ungebremster Spieleifer

Niemand hat dem anderen etwas geschenkt und jeder wollte der Erste sein, der "Lotto" rufen konnte.

Dieser Spieleifer kam so sehr zur Geltung, dass „irrtümlicherweise“ (aber wirklich nur irrtümlicherweise) bereits nach den ersten Zahlen "Lotto" in die Runde geschrien wurde. Speaker Andy VKP Arpagaus hatte aber stets alles im Griff und managte mit seinem ZahlenrüttelteamHeinz und Ueli alle Runden souverän.

Was nun bis zum ersten effektiven Lottoruf allerdings niemand wusste: Es gab mehrere identische Lottoscheine. Ob bewusst oder nicht, lassen wir im Raum stehen. Man wusste aber auch mit dieser Situation umzugehen, denn eine Stichfrage war jeweils die Folge. Die glücklichen Gewinner konnten neben einem Nachtessen für zwei (Ravioli mit Rechaudkerze) auch viele Trostpreise gewinnen.

Im Kreis der Zunftkameraden ging der Abend dann gemütlich zu Ende.

Wir danken demVK2015 für die Organisation dieser tollen "Turmstobete": Der Abend war genial.

Text: Michael Riedweg
Fotos:
Reto Käch / René Najer

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Turmstobete 2015

Interview mit Ueli Schumacher:

ZÜNFTLER PERSÖNLICH: Heute mit Ueli Schumacher

Ueli Schumacher ist von Beruf kaufmännischerAngestellter. Er ist mit Marianne verheiratet, 44 Jahre alt und das dritte Jahr in der Wey-Zunft. Aktuell engagiert er sich im VK 2015 und im Team der Turm-Lounge.

WZL: Was war dein Antrieb, der Wey-Zunft beizutreten?

US: Das hat sich an einem wunderschönen Sommerabend bei einem Bierchen mit meinem heutigen Zunft-Götti Mario Kistler einfach so ergeben. Mario hat geschwärmt über die Tätigkeiten und die tolle Kameradschaft der Wey-Zunft. Er hat alles gegeben, mir diese neue Herausforderung schmackhaft zu machen! Es hat mich sehr interessiert, mehr über die Strukturen und die Organisation der Wey-Zunft und des LFK zu erfahren und so die Fasnacht mal von einer anderen Seite zu betrachten.

WZL: Was gefällt dir an den Anlässen während des Jahres?

US: Vor allem die Geselligkeit untereinander. Es ist auch interessant, dass man an jedem Anlass wieder neue Leute kennenlernen kann. Vor allem Zünftler, welche man bis anhin noch nie gesehen hat.

WZL: Und welches sind deine Lieblingsanlässe: etwa der freitägliche Saunagang mit deinen Jahrgangskollegen?

US: Ja, der Saunaanlass wird wohl seit der Herbst-GV jedem Zünftler ein Begriff sein … Alle Anlässe haben einen gewissen Reiz. Die Bot-GV ist sehr speziell, weil man hautnah mitbekommt, wer denn der neue Zunftmeister wird. Das bekommt man ja sonst erst aus der Zeitung oder dem Radio mit.

Durch die Teilnahme an den Mondscheinfahrten kann man Orte besuchen, wo man sonst nicht hinkommt. Darum gefallen mir diese auch sehr gut.

WZL: Wie sieht dein beruflicher Werdegang aus?

US: Man kann schon fast sagen, dass ich von Kindesbeinen an in der Versicherungsbranche tätig bin. Momentan bin ich als Stellvertretender Teamleiter in der Leistungsprüfung bei einer Sozialversicherung angestellt.

WZL: Hast du sonst noch Hobbys?

US: Als typischer Schönwettersportler gehe ich im Sommer joggen, und im Winter kann man mich im Fitnesscenter antreffen. Aber manchmal finde ich auch eine gute Ausrede, nach der ich nicht lange suchen muss…

WZL: Was wolltest du schon lange mal loswerden?

US: Man hört in der Zunft oft, dass die jüngeren Jahrgänge nicht so präsent seien und dadurch auch nicht wahrgenommen würden. Ich empfinde das überhaupt nicht so. Meiner Meinung nach nehmen vor allem an den Mondscheinfahrten viele jüngere Zünftler teil. Mittlerweile sind auch einige der jüngeren in arbeitsreichen Chargen anzutreffen.

WZL: Freust du dich auf dein Zunftjahr als Neuzünftler? Was erwartest du davon?

US: Ich bin gespannt auf die vielen Begegnungen, vor allem an den Bescherungsfahrten. Man hört immer viel darüber, aber da man selber noch nie dabei war, ist es schwierig, sich darüber ein Urteil zu bilden. Wir vom Jahrgang 2013 haben das aber beim Dreh zur Präsentation für die Herbst-GV, beim Spielnachmittag im Altersheim, hautnah miterlebt und waren begeistert!

Ich lasse das Jahr einfach auf mich zukommen und werde möglichst viele Impressionen „aufsaugen“.

WZL: Welche Meldung beschäftigt dich gerade am meisten aus den sozialen Medien?

US: Vor allem die Geschehnisse in Paris und insbesondere der Terrorismus. Dass das auch noch im Zusammenhang mit Sport-Veranstaltungen geschieht, macht mich schon sehr nachdenklich. In der Schweiz fühle ich mich aber sehr sicher. Auf eine Auslandreise kann ich im Moment jedoch sehr gut verzichten.

WZL: Was hast du für Ziele in der Zunft?

US: Ich geniesse das Zunftleben mit jedem Anlass und bin sehr offen für neue Herausforderungen.

WZL: Danke Ueli für das interessante Gespräch

Text/Foto: Benno Zurfluh

Weibel-Ausflug 2015:

Schnittige Oldtimer im speziellen Museum

Der Duft von Öl und Benzin, ein paar rasante Kurven und überaus nette Freundschaften – mehr braucht es nicht, um die Herzen der Männer höher schlagen zu lassen. So geschehen am Alt-Weibelausflug vom 14. November 2015.

Just zur Znünistunde trafen sich die Alt-Weibel im Inseli Luzern. Nach einer kurzen Stärkung mit Bretzeli, Gipfeli und mehr machten sich 19 Männer mit dem Hess-Car auf den Weg. Dem amtierenden und den Ausflug organisierenden Weibel Jürg Büchi wurde gleich gedroht, wenn es nun wieder nach Basel gehe, werde ihm Schlimmstes widerfahren. Nach einer Stunde Fahrt, tatsächlich in Richtung Basel, beruhigte Jürg die Anwesenden: Es geht nach Muttenz, genauer gesagt, ins Pantheon Museum. Hier wurden zuerst die durstigen Kehlen gestillt. Das anschliessende 3-Gang-Menu mundete.

Um 14 Uhr stieg die Spannung. Im Innern der Ausstellung roch es nach Oel und Benzin, herrliche Oldtimer und Raritäten gab es aus nächster Nähe zu begutachten. Da schlugen Männerherzen höher. Die Alt-Weibel genossen die kompetente Führung durch Frau Hug und bestaunten die verschieden Fortbewegungsmittel.

Zum Schluss genossen die Teilnehmer ein kühles Getränk im Freien bei herrlichem Sonnenschein und diskutierten rege über das Erlebte.

Dem amtierenden Weibel wurde von den Alt-Weibeln eine Überraschung in flüssiger und Gutschein-Form durch Andy Arpagaus überreicht. Sichtlich berührt bedankte sich Jürg für die Geschenke. Ihm und seinen Gästen wird der Ausflug in bester Erinnerung bleiben.

Text/Fotos: Jürg Büchi

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Weibel-Ausflug 2015

Herbst-Generalversammlung 2015:

Rück- und Ausblick mit interessanten Informationen

83 Zünftler nahmen am Freitag, 6. November 2015 an der Herbst-Generalversammlung im Grand Casino Luzern teil. Zunft-Präsident Roger Gehri führte gekonnt und speditiv durch die Herbst-Generalversammlung, die pünktlich um 19 Uhr mit dem gemeinsamen Singen des Zunftliedes begann.

Die behandelten Geschäfte und Infos waren wie immer umfangreich. Der Präsident informierte über die bevorstehende BOT-GV vom 2. Januar und die Inthronisierung des neuen Zunftmeisters vom Samstag, 9. Januar 2016 im Panoramasaal des Grand Casino Luzern. Im weiteren über die Einweihung unseres neuen Zunftbanners, die Erneuerung des Bodens in der Zunftstube des Pulverturms und die Bauarbeiten an der Wendeltreppe zu unserem Zunftlokal. Das „Frauen-Bot“ wird wiederum im Hotel Schweizerhof stattfinden.

Dieter Haller als neu gewählter Bauchef stellte kurz das Sujet für die Fasnachtsumzüge 2016 vor. Das Motto verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Das Sujet soll nach Tradition noch ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Am Montag, 9. November 2015 soll auf jeden Fall das Bauen im Fliegerschuppen beginnen. Alle Zünftler sind herzlich eingeladen, sich im Fliegerschuppen zu zeigen - sei es als Chrampfer, Sponsor von Essen und Tranksame oder ganz einfach als interessierter Besucher.

Der Güdismontag-Morgen werde weitere Anpassungen erfahren, meldete AZM Robert Mathis. Die Abholung des Zunftmeisters 2016 wird wieder im Restaurant Weinhof beginnen. Die eigentliche Tagwache findet wieder auf dem Kapellplatz statt. Es sollen viele Zünftler mit ihren fasnächtlich gekleideten Familienangehörigen den Zunftmeister vom Weinhof zum Kapellplatz begleiten. In einer nachgeholten Wahl wurde das Amt des VKP 2016 an Remo Bucher vergeben.

Die fünf "Neuen" präsentierten sich mit witziger Einlage

Absoluter Höhepunkt der Versammlung war die Aufnahme der fünf neuen Aktivmitglieder. Diese stellten sich in einem originellen, selbstgedrehten Film auf witzige Art und Weise vor und empfahlen sich so zur Aufnahme als Aktive der Zunft. An der kommenden Inthronisierung werden dann Heinz Dätwyler, Peter Durrer, Rich Müller, Ueli Schumacher und Peter Tanner vom neuen Zunftmeister vereidigt. Sie dürfen diesen in seinem Amtsjahr an diversen Anlässen begleiten.

Ebenfalls zur Wahl standen drei Kandidaten, die gerne in der Wey-Zunft Luzern mitmachen möchten. Es sind dies Gerold Bohren, Beat Boeglin und Adrian Schmid. Alle drei wurden mit grossem Stimmenmehr gewählt. Sie haben nun die nächsten zwei Jahre Zeit, sich als zukünftige Wey-Zünftler zu bewähren. Ihre Zunftgöttis werden ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dieses Jahr konnten einige Zünftler für treue Mitgliedschaft eine Flasche Wein aus den Händen des Zunftmeisters entgegennehmen. Zunftmeister Rolf Sainsbury bedankte sich bei allen, die ihn bis jetzt in seinem Amt so grossartig unterstützt hatten und beendete die Versammlung mit seinem Schlusswort. Nach einem gemeinsamen Nachtessen und dem einen oder anderen Drink an der Bar wurde nochmals über das Beschlossene debattiert und diskutiert, bevor die Zünftler sich - früher oder später - auf den Heimweg machten.

Text: Alois Bucher AZM
Fotos: Remo Bucher


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Herbst-Generalversammlung 2015

Interview mit Dieter Haller:

Zünftler persönlich: Heute mit Dieter Haller

Dieter Haller (41) verheiratet mit Stefanie, ist seit 2012 Mitglied der Wey-Zunft Luzern. Beruflich agiert er als Direktor der Hans Leutenegger AG in Luzern.
In der Zunft engagiert sich Dieter als Sujet-Chef in der Wagenbaugruppe und war OK-Mitglied der 90-Jahr-Feier und Bannerweihe, welche Mitte September stattfand.

WZL: Dieter, erst Mal besten Dank, dass du dir für das heutige Interview Zeit genommen hast. Neben deinem 100%-Engagement als Direktor und Filialleiter bist du sportlich, vereinsmässig und politisch äusserst engagiert! Wir haben recherchiert:
- Luzerner Kantonsrat
- Luzerner Grossstadtrat (Bildungskommission, bis 2014 in derEinbürgerungskommission)
- Technischer Betreuer des Berner Kantonalen Schwingerverbandes BKSV
- Donator und ehemaliger Aktiv-Ringer des Ring-Club Willisau
- Und nicht zuletzt Mitglied der Wey-Zunft Luzern
Wie bringst du das alles unter einen Hut?

DH: Dass ist alles eine Frage der Organisation. Ich habe gelernt, die Zeit einzuteilen und Prioritäten zu setzen. Es macht Spass, sich für die Öffentlichkeit einzusetzen und etwas bewegen zu können. Trotz der vielen Termine ist es mir wichtig, Zeit mit meiner Frau Stefanie zu verbringen. Richtig gut abschalten kann ich auf dem Vierwaldstättersee, was jedoch nicht oft der Fall ist.

WZL: Wie bist du darauf gekommen, gerade der Wey-Zunft Luzern beizutreten?

DH: Ich habe meinen jetzigen Zunftgötti Jörg Krähenbühl über die Politik kennen gelernt. Bei einem Wahlanlass lud er mich erstmal zu einer Mondscheinfahrt ein. Ich kann mich noch gut erinnern: Die Mondscheinfahrt fand in der schönsten Stadt der Schweiz, nämlich Luzern statt. Wir gingen auf einen Abendspaziergang mit dem Nachtwächter Ludwig Suter, welcher interessante Geschichten zu erzählen wusste und unsere Leuchtenstadt mal aus einer anderen Optik zeigte. Bei zwei weiteren Mondscheinfahrten lernte ich die Wey-Zunft-Familie immer besser kennen. Ich fühlte mich wohl, sehr gut aufgenommen und schätzte die Momente des gemütlichen Beisammenseins mit tollen Menschen. Daher kam für mich nie eine andere Zunft oder Gesellschaft in Frage.

WZL: Gibt es ein Ereignis, dass dir bis jetzt besonders unter die Haut ging?

DH: Da gibt es schon einiges. Aber besonders Gänsehaut habe ich an meiner ersten Inthronisierung 2013 von Robi Mathis bekommen, als plötzlich die Wiesenberger einige ihrer Hits zum Besten gaben.

Leider musste ich in meiner noch kurzen Zunftzeit von Zunftkameraden für immer Abschied nehmen. Die würdevolle Art, wie die Wey-Zunft diese traurigen Abschiede zelebriert, ging mir tief unter die Haut.

WZL: Du wurdest in einem grossen Jahrgang aufgenommen. Wie ist das Verhältnis mit deinen Jahrgängern?

DH: Ja, das stimmt. Ich wurde zusammen mit sieben weiteren Kandidaten im Jahre 2012 aufgenommen. Wir sind verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Hobbies, Einstellungen und Interessen. Doch die Leidenschaft für die Luzerner Fasnacht und für die Wey-Zunft Luzern ist bei allen gross. Unser Teamsenior hat sich bekanntlich ja bereits zum Weibel 2015 hochgearbeitet oder wie böse Zungen behaupten……..Dies ist jedoch ein anderes Thema!

Wir haben einen sehr guten Zusammenhalt, können miteinander ausgelassen feiern aber auch zusammen chrampfen. Der „Greatest Jahrgang 2012“ ist wie ein Kronjuwel und ergänzt sich ideal.

WZL: Als Fan des Schwingsportes habe ich dich schon mehrmals live oder im Fernsehen als Technischer Betreuer am Rande des Sägemehlringes gesehen. Wie bist du dazu gekommen?

DH: Schon als Siebenjähriger habe ich die Leidenschaft für den Ring- und Schwingsport entdeckt. Mein Vater und Grossvater waren beide aktive Ringer und Schwinger. Da der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, war es für mich klar, mich in diesen Sportarten zu messen.

Da meine gleichaltrigen Schwingfreunde bald doppelt so schwer und einige Köpfe grösser waren als ich, habe ich mich ab dem zwölften Lebensjahr voll und ganz dem Ringsport gewidmet.

Durch die vielen Bekannt- und Freundschaften aus der Schwinger- und Ringerszene wurde ich dann vom Berner Kantonalen Schwingerverband angefragt, ob ich mir ein Engagement als Technischer Betreuer vorstellen könnte. Nach kurzer Bedenkzeit und Rücksprache mit meiner Frau habe ich dann zugesagt. Stefanie meinte: Ich merke doch, dass dir dies Spass machen könnte, worauf ich meinte: Es ist immer einfacher wenn die Frau die Entscheidung mitträgt!

WZL: Was ist die Aufgabe eines „Technischen Betreuers“ und wie Zeitintensiv ist diese Aufgabe?

DH: Als Betreuer unterstütze ich den BKSV an diversen Anlässen. Es ist wie in der Politik, nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Das heisst eigentlich nichts anderes als dass man sich ganzjährig innerhalb des Staff Gedanken machen muss um das Team erfolgreich weiter zu entwickeln. Es finden entsprechende Sitzungen statt, wir gestalten und führen die Kaderzusammenzüge durch. Dann kommt natürlich noch die Betreuung an den Teilverbandsfesten und Bergfesten dazu. Wir unterstützen die Schwinger an den Wettkämpfen moralisch, strategisch und fachtechnisch, damit sich diese vollends auf den Wettkampf konzentrieren können. Der wichtigste Punkt ist, dass wir als Team und nicht als Einzelmasken fungieren. „Zäme simer starch“ ist nicht nur unser Motto, es wird gelebt.

WZL: Ich kann mir vorstellen, dass du diese Funktion mit Leidenschaft und Hingabe ausführst. Als grosser Fan des Innerschweizer Schwingerverbandes und als Namensvetter, des letzten Innerschweizer Schwingerkönigs Knüsel Harry sähe ich dein Engagement lieber im ISV. Nun gut – Themawechsel….;-)

WZL: Welchen Appell möchtest du an die Zunft-Familie richten?

DH: 1925 wurde die Wey-Zunft gegründet, weil es eine andere Zunft nicht geschafft hatte, am Schmutzigen Donnerstag einen Umzug auf die Beine zu stellen. Unsere Gründer stellten innerhalb von kurzer Zeit für den Güdismäntig einen Umzug mit mehreren Wagen zusammen. Somit hat die Wey-Zunft ihre Gründung nicht zuletzt dem Bauen von Fasnachtswagen zu verdanken.

Es wäre schön, wenn sich wieder vermehrt Zunftkameraden für den Sujetbau engagieren und unser Sujet an den Umzügen begleiten würden. Man darf seine Wurzeln nicht vergessen!!!

WZL: Danke Didi für deine Zeit, den gediegenen Lunch sowie für das offene Gespräch. Ich freue mich mit dir auf eine weitere ereignisreiche, rüüdige und zünftige Wey-Zunft-Zeit!

Text / Foto: Stephan Knüsel

MS Besichtigung Nölli- und Rathausturm:

Die Wey-Zunft Luzern geht hoch hinaus!

Rund 30 Zünftler trafen sich am 27. Oktober 2015 zu der vom VK-2015-Tages-Chef Marcel Kost organisierten Mondscheinfahrt. Dabei waren sie zu Gast im Nölliturm bei der Zunft zu Safran und im Rathausturm bei der Gesellschaft Fidelitas Lucernensis.

Seit 1922 dient der vor kurzem von aussen renovierte Nöllitrum als Zunftlokal der Zunft zu Safran. Er markiert den Anfang der äusseren Stadtbefestigung Luzerns, die sich über den Musegghügel bis zum abgebrochenen äusseren Weggistor beim heutigen Museumsplatz hinzieht. Der Rundturm wurde 1513 auf den Felskopf an der Reuss gesetzt. Der Bau des St. Karliquais im Jahre 1901/1902 machte den Tordurchstich für den Verkehr erforderlich.

Christoph Stooss, Mitglied der Zunft zu Safran Luzern, führte uns mit Elan und witzigen Anekdoten durch den Nölliturm. Gleich anfangs konnten wir den gut gehüteten "Zunftschatz" bestaunen. Dieser besteht aus Silbergeschirr, Bechern und vergoldeten Schalen. Später kamen Geschenke von Stubenmeistern und Zunftmeistern hinzu. Eine grosse Sammlung von Waffen und Hellebarden ergänzt die Auslese.

Staunen über "Kriegsorangen"
Oberhalb sind interessante Ausstellungsstücke zu bestaunen. Heute unvorstellbar: Im Jahre 1945 wurden die sogenannten "Kriegsorangen" verteilt. Am 8. Februar 1945, gegen Ende des 2. Weltkrieges, war ein Import von Orangen unmöglich. Deshalb wurden 6000 Papierorangen, bestehend aus einer Holzwollkugel, die mit orangefarbenem Krepppapier überzogen war, hergestellt. In der Holzwollkugel war ein Kartontaler eingelegt, den man damals gegen gebrannte Kastanien, Caramel, Kartonrätsche oder "Güggli" aus Karton einlösen konnte.

In der schmucken und gemütlichen Zunftstube dankte Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury der Zunft zu Safran für das Gastrecht und überreichte Christoph Stooss als Dank ein kleines Präsent.

Erster offizieller Auftritt von Dominus Michael Mathis
Der im 16. Jahrhundert erbaute Rathausturm ragt mit 43 Metern Höhe weit über die Dächer von Luzern hinaus. Nach dem Erklimmen der zahlreichen Treppenstufen durften wir eine atemberaubende Aussicht über die Leuchtenstadt Luzern geniessen und den Ausführungen von Patrick Kathriner lauschen. Einst diente der Turm als Wach- und Beobachtungsturm. Im Turm befindet sich die zweitälteste Uhr der Stadt Luzern, welche jeden Tag von Hand aufgezogen werden muss.

Bei seinem ersten offiziellen Amtsauftritt als Dominus begrüsste Michael Mathis die versammelte Wey-Zunft-Familie. Begleitet wurde er von Vicedominus Erwin Kretz und dem Weibel Herbert Brunner. Bei einem Imbiss und einem feinen Glas Wein klang der Abend aus.

Wiederum ist es dem VK 2016 gelungen, mit einer interessanten Mondscheinfahrt viele Wey-Zünftler zu begeistern.
Herzlichen Dank:

dem VK 2016 unter dem VKP Andy Arpagaus mit Tageschef Marcel Kost für die Organisation; Christoph Stooss von der Zunft zu Safran für die Turmführung im Nölli-Turm;
der Gesellschaft Fidelitas Lucernensis Non Plus Ultra für das Gastrecht im Rathausturm.

Text: Stephan Knüsel
Fotos:
Beat Fischer AZM

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MS Besichtigung Nölli- und Rathausturm

KnallFrosch-Schlussparty 2015:

Quakt der KnallFrosch, ist gute Laune angesagt

Der ungezwungene Anlass der "KnallFrosch-Familie" hat Tradition: Jährlich bei Herbstbeginn treffen sich Mitglieder der zünftigen Zytigskommission mit Sponsoren, Inserenten, Blattmachern und Produzenten zum Rück- und Ausblick auf die einzige Fasnachtszeitung im Raum Luzern.

Zum gesellschaftlichen Treffen mit dem Startschuss zu den Vorbereitungen auf den 13. KnallFrosch im kommenden Jahr konnte Benno Zurfluh in seinem zweiten Jahr als Präsident der Zytigskommission den Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury mit dessen Weibel Jürg Büchi und den Zunftpräsidenten Roger Gehri begrüssen. Dazu KnallFrosch-Investoren auch aus den eigenen Reihen. Das Lozärner Fasnachtskomitee war durch Jürg Weber, den tags darauf abtretenden Dominus der Fidelitas, vertreten. Die gastgebenden Hausherren von Heineken Switzerland in der Brauerei Eichhof zauberten durch Verkaufsleiter Marc Johann, Verkaufsberater Patrick Britschgi und Koch des Abends Kevin Räz mit ihrem aufmerksamen Serviceteam einen feinen Dreigänger mit hauseigenen Getränken auf die langen Tische.

Dankesworte richtete Benno Zurfluh als Moderator des Abends an die Sponsoren und Inserenten, die Jahr für Jahr einen finanziellen Erfolg des KnallFroschs sichern. Anerkennung galt vor allem auch dem Engagement der Helfer und Macher der Zytigskommission. Bannerherr Erich Moser etwa wurde für seinen 35-jährigen Einsatz als Inserate-Disponent besonders geehrt.

Geheimnis gilt auch für den "Fasnachtsfüerer"

Dass Medien wie Tele1 mit Chefredaktor Adriano Gerussi, der Anzeiger Luzern mit Heinz Steimann und die Luzerner Rundschau mit Anna Shemyakova zur Berichterstattung erschienen waren, spricht für das rege Interesse am KnallFrosch. Zum Leidwesen von Stammgast Silvio Panizza , dem Verleger des "Fasnachtsfüerers", liess sich Benno Zurfluh in seinem unverbindlichen Ausblick auf die nächste Ausgabe als "Oberknaller" freilich nicht auf Details aus der geheimen Themenliste der absolut anonymen KnallFrosch-Redaktion ein. Immerhin verhiess er für 2016 eine "witzige, bissige und bunte Fasnachtszeitung wie eh und je". Die Schreiber und Gestalter seien unter grossem Zeitdruck bereits "eifrig am Laichen".

In seinem Dankesgruss erinnerte Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury nochmals an den Andruck der erfolgreichen 12. KnallFrosch-Ausgabe 2015. Per Knopfdruck hatte er in den frühen Morgenstunden des 2. Februar bei einer seiner ersten Amtshandlungen die mächtige Rotationsmaschine bei der LZ-Print in Adligenswil in Betrieb gesetzt. Diese Ehre wird auch seinem Nachfolger am 25. Januar 2016 beschieden sein - zum Andruck der 13. Auflage. Mit der Präsenz von Gregor Lötscher, Marcel Elsener und Sandra Föhn markierte das Produktionsteam der LZ Print schon im Schalander Bereitschaft. Die öffentliche Niederkunft des neuen KnallFrosch ist am Donnerstag, 28. Januar auf der Piazza vor der Luzerner Kantonalbank vorgesehen. Und zeitgleich erfolgt die Verteilung in die Haushaltungen von Luzern und Umgebung. Ganz nach dem Motto: "Quakt der KnallFrosch, ist gute Laune angesagt."

A propos gute Laune: Die Partygäste genossen sie auch beim obligatorischen Nagler-Wettbewerb am Holzblock und schlugen "Nägel mit Köpfen" ein. Beste unter den begleitenden Damen war Sarah Landolt, und als treffsicherste Nagler entpuppten sich Remo Bucher und Dieter Haller. Als wollten sie beschwören, dass auch der 13. KnallFrosch ein Hammer wird. Wer wagte es schon, daran zu zweifeln?

Der KnallFrosch ist wieder online auf www.knallfroschlozaern.ch

Als wichtiges Detail sei noch erwähnt, dass die Freunde des KnallFrosch nicht bis zur Niederkunft warten müssen, um einige Details aus der neuesten Auflage zu erfahren. Das eine oder andere Amuse Bouche wird ab anfangs Januar bereits auf www.knallfroschlozaern.ch zu finden sein. Appetitanregende Kost, exklusiv angerichtet und serviert. Lasst euch ab ca. Mitte November 2015 überraschen und besucht immer mal wieder die Seite.

Text: Ottavio Bovo
Fotos:
Remo Bucher

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KnallFrosch Schlussparty 2015

Gnagi-Konzil 2015:

Ein Gnagi-Konzil mit humorvollem Geist und verdienter Würde zu Ehren von Ruedi Bürgi

Am 1. Oktober 2015 fand zu Ehren unseres verstorbenen Wey-Zunft-Mitgliedes und Gnagivaters Ruedi Bürgi ein Gnagiessen im ehemaligen Kolping-Saal statt: am Gründungsort der Gnagi-Zunft.

Die Idee der vier überzeugten und eifrigen Organisatoren zu diesem aussergewöhnlichen Anlass,
Urs Märchy, Reto Käch, Matthias Achermann und Beno Erculiani, hatte sich bereits vor Monaten in deren Köpfen entwickelt. Das "Gnagi-Konzil" sollte zu Ehren von Ruedi Bürgi - dem Blumenhändler, Politiker, Dichter, Stadtoriginal, langjährigen Mitglied der Wey-Zunft und Gnagivater - in Szene gehen. Und zwar genau in dem Rahmen, wie das Ggnagi-Essen schon früher stattgefunden hatte.

Feierlich und stilecht

An die hundert Männer fanden sich dazu im Kolping-Saal ein und wurden von stilecht gekleideten Bischöfen, Kardinälen und Messdienern empfangen. Alle Gäste erhielten ein rotes Kardinals-Birett aufgesetzt, um das Ambiente feierlich zu beleben. Nach dem Apéro im Foyer ging's zu Tisch
im festlich geschmückten Saal. Der feierliche Einmarsch der kirchlichen Exzellenzen mit dem Schweinskopf wurde durch Fanfaren begleitet: zum Auftakt des Gnagiessens.

Ein Gemälde zum Gedenken an Ruedi

Damit Ruedi Bürgi immer in unserer Erinnerung bleibe, wurde vom Luzerner Künstler Peter Zumbühl ein wunderschönes Oelgemälde angefertigt. Darauf sind alle Vorlieben des Verstorbenen ersichtlich. Sei es ein Gedichtsband seines Lieblingsautors Heinrich Heine, die vielen schönen roten Rosen oder auch der Frosch als Symbol der Wey-Zunft. Das Gemälde findet seinen Platz künftig im Pulverturm neben den bereits bestehenden Gemälden der Luzerner Originale "Eierrösi", "Oelfarb" und " Bucheli Sepp".

Unterhaltsame Redner

Durch den Abend führte in sensationeller Art und Weise unser Schryber Reto Käch. Weitere Redner würdigten Ruedi Bürgi auf ihre Art. So zum Beispiel Hans Pfister, Präsident der Güüggalizunft, Alt Regierungsrat Anton Schwingruber, Alt-Landschryber Urs Liechti oder Peter Gisler als "der Festredner".

Text: Benno Zurfluh
Fotos:
Turi Schuler

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Gnagi-Konzil 2015

MS Stadtrundgang 2015:

Zum "Blutmond" Luzern mit anderen Augen sehen

Das VK 2015 hat sich für diese Mondscheinfahrt des "Blutmondes" etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Eine einzigartige Stadtführung durch die schönste Stadt der Schweiz - oder sogar der Welt - wurde uns durch Urs Märchy präsentiert.

An die 30 Zünftler freuten sich bei zwei Führungen (um 16 und 18 Uhr) über dieses einzigartige Ereignis. Die eingerechnete Zeit von 2 Stunden reichte natürlich bei Weitem nicht aus, um alle sehenswerten Details an den verschiedenen Häuserfassaden zu sichten. Wir bewegten uns vornehmlich in der "mehreren Stadt", der heutigen Altstadt, welche - wie es der Name sagt - durch die vermögenderen und besser gestellten Einwohner des Mittelalters bewohnt wurde. Die "mindere Stadt" ist die heutige Gegend um die Baselstrasse.

Es war einmal

Ein paar interessante Details gab es aber dennoch zu vernehmen: dass der heutige Kapellplatz um 1100 als Friedhof genutzt wurde.

dass der Grendel und der Löwengraben noch unter Wasser standen, da der Seespiegel deutlich höher war.

dass das Falkenbier von der ersten Bierbrauerei beim Falkenplatz in Luzern gebraut wurde.

dass der Schlosserbrunnen bei der Eisengasse von der Stadt Luzern in einer Nacht- und Nebelaktion entfernt wurde, um dort einen Parkplatz zu erstellen.

dass auf dem Weinmarkt die Fasnachts- und Osterfestspiele stattgefunden haben.

und natürlich noch sehr viel mehr!Anschliessend an die informative Stadtführung durften wir im Pulverturm ein feines "Chili con carne" geniessen, welches durch unseren Zunftkoch und Zunftritter Peter Bucher zubereitet wurde. Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Urs Märchy wurden noch speziell für die erlebnisreichen Führungen verdankt und als kleines Präsent zwei Flaschen Wein geschenkt. Ebenfalls wurde mit grossem Applaus dem Turmherrn Erwin Achermann für die Öffnung des Pulverturmes und Peter Bucher für die Zubereitung des Imbisses gedankt.

Herzlichen Dank auch von allen anwesenden Zünftlern an VKP Andreas Arpagaus und sein Team für eine weitere unterhaltsame Mondscheinfahrt.

Die nächste Mondscheinfahrt vom Dienstag, 27. Oktober 2015 wird bereits wieder historisch angehaucht sein. Wir werden den Nölliturm sowie den Saal der MLG besichtigen. Wir freuen uns jetzt schon darauf!


Text: Benno Zurfluh
Fotos:
Stephan Knüsel

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MS Stadtrundgang 2015

Herbst-Turmputzete 2015:

Dem Dreck ging's an den Kragen

Nach einem heissen Sommer war es wieder mal an der Zeit, den Pulverturm auf Hochglanz zu bringen. Am Samstag, dem 19. September 2015 folgten an die 20 Zünftler der heiklen Mission unseres Turmherrn AZM Erwin Achermann: Schwingt den Besen!

Es ist immer wieder schön, wenn man sich bei diesem traditionellen Anlass mit seinen Zunftkameraden treffen kann. Da wird viel geredet, gelacht, über vergangene Zeiten philosophiert und - ach ja: Geputzt und aufgeräumt wird natürlich auch.

Nach den strengen Stunden im Kampf gegen Dreck und Staub fiel das Ergebnis einmal mehr hervorragend aus: Der Pulverturm glänzt wieder und ist bereit für viele Anlässe in den Herbstmonaten. Herzlichen Dank allen Helfern für die hervorragende und speditive Arbeit!

Nach dem strengen Vormittag ging's zum obligaten Apéro mit Servela, Käse und Brot über. Herzlichen Dank unserem Turmherrn für die Organisation der Turmputzete!


Text / Fotos: Benno Zurfluh

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Herbst-Turmputzete 2015

Bannerweihe zum 90-Jahr-Jubiläum:

Die Zunftfamilie mit der hehren Fasnachtsprominenz im Banne des Wey-Frosches

Wir schreiben den 12. September 2015. Ein weiterer historischer Tag der Wey-Zunft: Sie rief - und alles, was im Fasnachtsjargon Rang und Namen hat, sowie viele weitere Freunde sind gekommen, um mit uns bei herrlich sonnig warmem Wetter die Weihe des neuen Banners zu feiern.

Nach einem beeindruckenden Einzug aller Bannerherren befreundeter Vereine wurde endlich in einer würdigen und feierlichen Zeremonie das neue Banner durch das Patenpaar Altzunftmeister und Zunftritter Erwin Bühler mit seiner charmanten Gattin Susanne Bühler enthüllt und von Diakon Ueli Hess in der Franziskanerkirche geweiht. Mit grossem Applaus wurde das neue, vom verstorbenen Zunftfreund Armin "Buddha" Buholzer entworfene Banner von allen Gästen herzlich willkommen geheissen.

Umzug und Apero

Anschliessend an die Feierlichkeiten zur Weihe zog der farbenfrohe Festumzug mit musikalischer Begleitung des Tambourenvereins Luzern, der Noggeler Guggenmusig und den Caledonien Pipers vom Franziskanerplatz via Hirschenplatz und Grendel zum Hotel Schweizerhof. Hier war bereits alles bereit für den wohlverdienten Apero für alle Gäste: Bei einem kühlen Bier und feinen Häppchen feiert es sich doch gleich viel einfacher!

Galaabend im Hotel Schweizerhof

Frisch gestärkt, wurden die zugeteilten Plätze im wunderschön dekorierten Panoramasaal eingenommen. Die offizielle Begrüssung mit dem Startschuss zu einem grandiosen Abend erfolgte durch den ehrenfesten Zunftmeister Rolf Sainsbury.

Der Abend war somit lanciert und hielt in allen Belangen, was die Programmvorschau versprochen hatte. Sei es bei der Moderation durch Viviane Speranda-Koller, den Show Acts von Nico Brina und Stefan Roos, den kakophonischen Klängen der Noggeler Guggenmusig oder den Grussworten aus Politik.

Manuela Jost unsere Herrin der Musegg-Türme

Stadträtin Manuela Jost, die sich als Herrin der Musegg-Türme bezeichnete, lobte in höchsten Tönen, wie die Wey-Zunft den Pulverturm hege und pflege. Die Baudirektorin offenbarte, dass der Knallfrosch ihre Lieblingszeitung sei. Verschwiegen hat sie allerdings, dass sie sich auch von der bekanntesten Fasnachtsgazette Luzerns zu knallig-frechen Worten inspirieren lässt. Ich bin nicht nur das Musegg-Fräulein, sondern auch Miss WC und Pissoir , nahm sich Jost auf die Schippe.

Paul Winiker mit der Schwäche für Orangen der Wey-Tagwache

Die Freudentränen standen Regierungsrat Paul Winiker, seines Zeichens auch Safran-Zünftler, in den Augen. Das mit gutem Grund, denn sein sehnlichster Wunsch, einmal in der Nähe des Wey-Frosches zu verweilen, ging endlich in Erfüllung. Jemand hat mir zugeflüstert, dass es hierzu zwei Möglichkeiten gibt in die Nähe des wunderschönen Frosches zu kommen: Entweder als Zunftmeister oder als Regierungsrat. Was wir Wey-Zünftler jedoch nicht einfach hinnehmen können: dass Paul Winiker die Orangen der Safran-Zunft geschmacklich besser fand als jene der Wey-Zunft. Oder war es eher umgekehrt? Der Zunftrat klärt auf jeden Fall zurzeit ab, ob die Kantonale Dienststelle für Lebensmittelkontrolle und Konsumentenschutz für die Untersuchung einer Safran- und einer Wey-Orange angefragt werden soll. Für mediales Aufsehen könnte die Orange aus Winikers Justiz- und Sicherheitsdepartement sorgen. Er schenkte sie nämlich unserem ehrenfesten Zunftmeister Rolf Sainsbury mit den Worten: Halten Sie Sorge zu ihr, denn jetzt muss der Kanton nach diesem Geschenk zünftig sparen.

Das LFK mit einem wiehernden Geschenk

Das LFK mit Zunftmeister zu Safran und Fritschivater Thomas Bucher, MLG-Präsident Bernhard Matter, LFK-Präsident Roland Bamert (er hat sich für diesen Anlass entschuldigt), dem Dominus der Fidelitas Lucernensis (non plus ultra), Jürg Weber, hatte für den Umzug je ein Pferd mit Reiter gesponsert. Im Namen des LFK übergab Jürg Weber unserem Zunftmeister ein Spiel-Pferd, das wieherte, mit den Worten: Unser Geschenk an euch habt ihr schon am Nachmittag verbraucht*. Als kleines Andenken überreiche ich dir diese Miniaturausgabe. Das muss auch für das nächste Jubiläum reichen.

Respekt und grossen Dank an das OK

Das OK der Bannerweihe und des 90-Jahr-Jubiläums unter der Leitung von Roger Ulrich hat in unzähligen Stunden harter Arbeit einen grandiosen Anlass auf die Beine gestellt. Alle Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen. Herzliche Gratulation zu dieser hervorragenden Arbeit! Die Messlatte wurde sehr hoch gesteckt für den als Nächstes anstehenden Anlass der Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der Wey-Zunft.

So ein Tag, so wunderschön wie heute ..

Der bekannte Songtext, einst interpretiert von Freddy Quinn und Heino, hat sich auch bei unserer unvergesslichen Bannerweihe bewahrheitet. Aber auch die schönsten Anlässe müssen einmal zu Ende gehen und mit Wehmut kann man auf die vergangen schönen Stunden zurückblicken.


Text:
Benno Zurfluh
Fotos:
Bruno Gisi / Heinz Steimann

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Bannerweihe zum 90-Jahr-Jubiläum

Interview mit Dani Amrein:

Zünftler persönlich: Heute mit AZM Dani Amrein

AZM Dani Amrein ist beruflich Geschäftsführer von drei Firmen. Verheiratet ist er mit Bea und hat mit ihr vier Söhne. Sein Nachwuchs sorgt ebenfalls fleissig für Nachkommen, so dass Dani diesen Winter bald auch fünffacher Grossdädi sein wird. Dani selber ist 55 Jahre jung und seit 2001 Jahren in der Wey-Zunft.
Aktuell geniesst Dani ohne zusätzliche Ämtlein das Zunftleben.

WZL: Nächstes Jahr ist bereits dein 15-jähriges Jubiläum. Warum hast du dich dannzumal für die Wey Zunft Luzern entschieden?
DA: Damals wurde ich von René Hodel angefragt, ob ich mit ihm in die Wey-Zunft Luzern käme. Er wollte nicht allein beitreten und mich unbedingt dabei haben. Natürlich habe ich zugesagt und bin die ganze Sache unbefangen angegangen. Nach dem Motto "mal schauen, was passiert". Nun bin ich bald 15 Jahre dabei, und ich habe diesen Entscheid nie bereut.

WZL: Was gefällt dir am besten an der Wey Zunft Luzern?
DA: Mir gefällt ziemlich jeder Anlass, von Mondscheinfahrten über den Zunftmeisterabend und natürlich die Fasnacht selber. Am besten aber gefällt mir jeweils die Inthronisation des neuen Zunftmeisters.

WZL: Welches sind deine schönsten Erinnerungen an dein Zunftmeisteramt im Jahr 2007?
DA: Der unglaubliche Zusammenhang unter den einzelnen Zünften und Gesellschaften. Das Kollegiale und Gemeinsame haben mich ebenfalls sehr beeindruckt.

WZL: Was macht Dani in seiner Freizeit, und warum?
DA: Im Sommer bin ich am liebsten auf meinem Boot oder zuhause im Pool. In den Wintermonaten verbringe ich viel Zeit mit meinen Oldtimern. Das Basteln und Schrauben an den Oldtimer etwa bei einem guten kühlen Bier fasziniert mich besonders.

WZL: Was wolltest du schon lange mal loswerden?
DA: Jüngere Zünftler sollten die Mondscheinfahrten vermehrt besuchen, denn da lernt man das Zunftleben kennen. Man kommt auch so schneller in Kontakt mit älter gedienten Zünftlern. Die jungen Zünftler sollten ebenso vermehrt Ämtlis übernehmen. Grundsätzlich sollte man dies allgemein bei jedem Zünftler wieder in Erinnerung rufen. Es darf nicht sein, dass immer die gleichen mehrere Ämtlis betreuen.

WZL: Wo siehst du die Wey Zunft Luzern in 20 Jahren?
DA: Der Zusammenhang zwischen den Zünftlern wird wohl noch enger sein, die Kameradschaft intensiver. Traditionen sind nach wie vor ein Bestandteil der Wey-Zunft, sie vermischen sich aber mit Modernem. Wirklich nochmals erwähnen möchte ich die Tradition, denn diese bleibt auch in Zukunft sehr wichtig.

WZL: Danke Dani für das interessante Gespräch ... und das kühle Bier.

Die Rubrik Zünftler persönlich erscheint ab sofort in unregelmässigen Abständen und soll Einblick in das Schaffen und die Motivation einzelner Zünftler geben.

Text / Foto:
Michael Riedweg / Markus Rast

Verleihung der Ehrennadel der Stadt Luzern:

Ehre, wem Ehre gebührt...

Am Donnerstag 12. November 2015 darf unser Ehrenfester Altzunftmeister Beat Fischer als Präsident der Stiftung für die Erhaltung der Museggmauer, sowie Helen Haas-Peter als Präsidentin des Vereins für die Erhaltung der Museggmauer die Ehrennadel der Statd Luzern in Empfang nehmen. Die Auszeichnung wird vom Stadtpräsidenten Stefan Roth Im Luzerner Rathaus feierlich überreicht.

Diese höchste Ehrung, welche vom Luzerner Stadtrat vergeben werden kann, haben sich die beiden mit ihrem unermüdlichen Einsatz in der Sanierung und Renovation der Museggmauer verdient. Die Arbeiten dauerten über 12 Jahre lang an, bis endlich 2015 die wunderschöne und historische wertvolle Museggmauer in neuem Glanz erstrahlt.

Wir danken Beat Fischer und Helen Haas-Peter für ihren selbstlosen Einsatz in diesm Projekt und gratulieren den beiden von ganzem Herzen zu dieser ehrenvollen Auszeichnung.




Hochzeit standfester Weibel 2015:

YES, we can oder ich will.

Liebe Zünftler

Es freut mich sehr Euch mitteilen zu dürfen, dass sich Linda Kolly und unser standfester Weibel Jürg Büchi am 08. August 2015 im Standesamt von Sursee das Ja-Wort gegeben haben. Die Feier fand im engsten Familien und Freundeskreis statt.


MS Unter der Egg:

Gemütlicher Hock - fast wie beim früheren Altstadtfest

Bei angenehmen Temperaturen trafen sich rund 30 Zünftler, einige Gäste - darunter auch Frauen - und das VK 2015 unter der Egg beim "Gmüeser Friedli" zur Mondscheinfahrt vom 31. Juli.

Das Vergnügungskomitee unter der Leitung von Tagespräsident Andy Arpagaus war ab 19 Uhr bereit, die Zünftler an den gedeckten Tischen zu empfangen. Bei Wein, Bier und Mineralwasser wurde gemütlich beisammen gesessen und heftig über dies und das diskutiert.

Wie auf der Einladung angekündigt, wurde nebst den Getränken auch ein feines Essen mit Fleischkäse und verschiedenen Käse und mit Brot vom Wey-Beck (Daniel Habermacher) unter dem Motto "Es esch serviert, er chönd go fasse" gratis angeboten.

VKP Andy Arpagaus konnte neben den vielen Zünftlern speziell unsere Rekonvaleszenten Ottavio Bovo (Zunftritter) und Mario Kistler (Alt-Zunftmeister) mit besonderer Freude begrüssen. Schön, dass diese beiden verdienten Zunftkollegen wieder unter uns sein konnten. Wir wünschen ihnen weiterhin gute Genesung.

Zum Abschluss des gelungenen Anlasses durften wir von den Frauen des VK selbstgebackene Kuchen geniessen. Dass dazu der übliche Kaffee fehlte, war angesichts der übrigen Getränke zu spielend zu verkraften.

Ein grosses Dankeschön gebührt dem Vergnügungskomitee unter der Leitung von Andy Arpagaus für die Organisation und den gemütlichen Abend unter der Egg. Eine originelle Idee und eine kleine Wiedergeburt des einst so beliebten Altstadtfestes!

Text / Fotos: Alois Bucher AZM

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MS Unter der Egg

Interview mit Richi Fries:

Zünftler persönlich: Heute mit Richi Fries

Richi Fries ist von Beruf Gastronom. Er ist verheiratet mit Marlies und hat zwei Kinder, Raphael (24) und Adrian (22). Richi ist 58 Jahre alt und seit 9 Jahren in der Wey-Zunft.
Aktuell engagiert er sich als Brettmeister für Anlässe der Armee (Action for Peace).

WZL: Nächstes Jahr ist dein 10-jähriges Jubiläum in der Wey-Zunft.
RF: Das war mir gar nicht bewusst und kommt mir auch gar nicht so lange vor! Die Zeit vergeht um wie im Flug. Aber Jubiläen sind natürlich immer etwas Schönes!

WZL: Was war dein Antrieb, um der Wey-Zunft beizutreten?
RF: Durch meinen Beruf im Gastgewerbe bin ich viel herumgewandert. Als ich zurück nach Luzern fand, kam die Anfrage durch Heinz Kaufmann, meinen späterem Götti, genau zur richtigen Zeit. Eigentlich kenne ich die Fasnacht nur von der anderen Seite des Tresens. Es hat mich jedoch gereizt, die Fasnacht mit zu gestalten und Luzern von einer anderen Seite her kennenzulernen. Den Beitritt zur Wey-Zunft bereue ich übrigens zu keinem Zeitpunkt.

WZL: Was gefällt dir an den Anlässe während dem Jahr?
RF: Die Anlässe sind sehr abwechslungsreich und bieten für jeden etwas. Dabei hat man insbesondere die Möglichkeit, Zünftler besser kennenzulernen oder auch externe Kontakte bei Firmenbesuchen zu knüpfen. Die Geselligkeit und interessante Gespräche gefallen mir dabei am besten.

WZL: Und welches sind deine Lieblingsanlässe?
RF: Dies sind vor allem der Bot, die Inthronisation und der Zunftmeisterabend. Zum einen ist es schön, so ein Fest auch mal zu geniessen, ohne dass man der Gastgeber ist. Zum anderen geniesse ich die Emotionen und das relaxte Zusammensein mit Freunden.

WZL: Hast du Änderungswünsche am Zunftleben?
RF: Nein, eigentlich nicht. Ich begrüsse die vorhandenen Rahmenbedingungen und Leitplanken. So ist eine gewisse Ordnung gewährleistet. Die Fahrtrichtung der Zunft stimmt für mich absolut. Bei Abweichungen dieser Rahmenbedingungen nimmt ja die Generalversammlung Einfluss.

WZL: Wie sieht dein beruflicher Werdegang aus?
RF: Mein Vater war in der Tourismusbranche tätig. So war ich an einigen Anlässen mit dabei und wurde dadurch geprägt. Daraus entstand auch der "Gastronom mit Leib und Seele". Mit Stationen in Basel als Verkaufsleiter und Verantwortlicher für Akquise von Gästen, als Direktor der Hotellerie Rigi, als Direktor im Hotel Postillion in Buochs NW und heute im Ristorante DA ERNESTO in Luzern.

An meinem Beruf schätze ich am meisten die abwechslungsreiche, vielseitige und schnelllebige Arbeit. 8 Stunden im Büro würde ich niemals durchstehen! Da bin ich lieber den ganzen Tag mit Menschen zusammen.

WZL: Was wolltest du schon lange mal loswerden?
RF: Für das Wohlbefinden eines jeden Menschen ist es wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Es kann ja nicht sein, dass ab einem gewissen Alter nur noch von vor 20 Jahren gesprochen wird, weil gute Erinnerungen aus dem jetzt fehlen. Würde es keine Wey-Zunft oder andere Vereine geben, müssten diese sicherlich erfunden werden!

Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Brettmeister für den Pulverturm finden lassen könnten. Mein Amt als Brettmeister umschreibe ich einfach als "Super-Job". In keiner anderen Charge erntet man so viel Lob, Anerkennung und häufig auch Applaus!

WZL: Was hast du für Ziele in der Zunft?
RF: Die Zunft ist für mich kein Karriereobjekt. So habe ich mir persönlich immer zum Ziel gesetzt, dass ich wann immer möglich meine helfenden Hände reiche, wo sie am nötigsten im Sinne der Zunft gebraucht werden.

WZL: Danke Richi für das interessante Gespräch

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Text / Foto:
Benno Zurfluh

MS Nauenfahrt 2015:

Sonnenuntergang auf dem Nauen - Mondschein auf dem Heimweg

Bei herrlichem Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen trafen sich 45 Zünftler, 5 Gäste und das VK 2015 beim Landungssteg 5 zur Mondscheinfahrt vom 2. Juli.

Um 18:30 wurden die Leinen gelöst, und die gemütliche Fahrt führte die gutgelaunte Gesellschaft an den Ufern des Vierwaldstättersees entlang bis nach Weggisund wieder zurück nach Luzern.

Das Vergnügungskomitee unter der Leitung von Andy Arpagaus und des Tagespräsidenten Marcel Kost war dafür besorgt, dass genügend Essen und Trinken an Bord gebracht wurde. Dank Edgar Ming, der mit seinem Kühlwagen das Bier, den Weisswein und das Mineralwasser kurz vor der Abfahrt anlieferte, konnte man sich an erfrischenden Getränken laben.

Derweil stand Heinz Kaufmann am Grill und bereitete die köstlich mundenden, perfekt auf den Punkt gebratenen Steaks zu. Der Rest des VK`s war mit der Herausgabe der Getränke und dem Bereitstellen der Salate beschäftigt. Da es erstmals nicht bloss Würste vom Grill zu verspeisen gab, zahlte jeder Teilnehmer den Obulus von Fr. 35.- gerne in die VK Kasse. Die Organisatoren erfreuten sich des Grossaufmarsches von Zünftlern und spendierten zum Abschluss des feinen Essens Erdbeertörtli und Crèmeschnitten.

Die herrlich sommerliche Fahrt endete in Luzern, kurz bevor sich die Sonne am Horizont senkte. Den Mond konnte man während der Fahrt leider nie sehen, da er erst später hinter dem Bürgenstock in voller Pracht aufstieg und wie eine übergrosse Orange am Himmel leuchtete.

Ein grosses Dankeschön gebührt dem Vergnügungskomitee unter der Leitung von Andy Arpagaus für die Organisation des gemütlichen Abends auf See.

Text: Alois Bucher AZM
Fotos: Beat Fischer AZM

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MS Nauenfahrt 2015

Interview mit Werner Bolliger:

Zünftler persönlich: Heute mit Werner Bolliger

Werner Bolliger war ehemals im Bankgewerbe tätig geniesst nun seit 11 Jahren den Ruhestand. Verheiratet ist er mit Bethli Bolliger, hat 2 Söhne, 3 Enkel und 4 Hl.Birma-Katzen. 1980, war er in der Zytigskommission, war Säckelmeister, Weibel und ab 1991 für 5 Jahre Präsident.

WZL: Wie bist du zur Wey-Zunft gekommen?
WB: Als Finanzchef des Festes "Sportler helfen hungernden Kindern" (heute Stadtfest), bin ich auf einige Weyzünftler gestossen, die sich wohltätig (satzungsgemäss) an diesem Anlass engagiert haben. AZM Beno Erculiani sowie Willy Wyss 2 (heute beide nicht mehr in der Zunft) traten auf mich zu und meinten, ich würde nicht schlecht zur Wey-Zunft passen. Mit diesen 2 Göttis schaffte ich dann den Einzug, obwohl mit administrative Belange eher lagen, als das fasnächtliche, verkleidete Integrieren.

WZL: War es schwer sich in die Zunft einzuleben in den 80er?
WB: Das Eingliedern in die Zunft empfand ich als sehr angenehm. Es gab da zwei/drei Vaterfigu-ren, die mich unter ihre Fittiche nahmen und mir den Weg ebneten. Positiv beigetragen haben auch die Sujetbau-Abende auf Dreilinden sowie die relativ frühe Einbindung in die Zytigskommission.

WZL: Was war das für ein Gefühl, als du 1984 als Weibel angefragt wurdest
WB:
Freude, Wohlgefühl und Begeisterung erfüllten mein junges Zunftleben, als ich Zunftmeister Josef Suter als Weibel durchs Jahr 1984 begleiten durfte. Es war ein reines "Emmer-Gespann" voller Erlebnisse und Harmonie zumal auch unsere Damen ausgezeichnet zusammenpassten. Alles passt auch heute noch.

WZL: Wie hat sich das Zunftleben seit du dabei bist verändert nach deiner Wahrnehmung?
WB: Meines Erachtens ist die Zunft jünger geworden. Nicht nur vom Durchschnittsalter aus betrachtet. Auch vom Erscheinungsbild, vom Gedankengut von der Dynamik. Die Zunft handelt zeitkonform (unsere Frauen werden mehr ins Geschehen einbezogen, Turm-Lounge etc.). Die Weyzunft ist momentan sehr gut unterwegs und fit für die Zukunft.

Ab und zu sollte man aber gleichwohl in den Rückspiegel schauen können. Und da vermisse ich die leider aufgegebene Tradition der Zunftbücher in der Turmstube. Für Zünftler und Zunftgäste ein Ort des Verweilens (ungeachtet der heute gängigen elektronischen Möglich-keiten der Bildverarbeitung).

WZL: Was gefällt dir besonders am Zunftleben?
WB: Als ehemaliger Vereinsfritz, auch beruflich bedingt, beschränken sich meine Vereinszugehörigkeiten heute auf zwei Gesellschaften. Ich betrachte diese als soziale Netze, als ein"Zuhause", als Orte des Eingebunden-Seins, des Gedankenaustausches und des Vernügens.

WZL: Was gibst du einem Interessenten für die Wey-Zunft mit auf den Weg?
RB: Die Wey-Zunft steht für eine Kultur der internen und externen Hilfsbereitschaft, der Pflege von Freundschaften und der Erhaltung von Kulturgütern. Die Zunftzugehörigkeit verpflichtet auch im privat/persönlichen Umfeld zu Achtung und Respekt gegenüber Mensch und Natur.

Der Beitrittsentscheid soll nicht vom Abwägen der Vor- und Nachteile abhängig gemacht werden. Vielmehr soll der Wunsch nach dem "Wir-Gefühl" vorherrschen, nach dem gemein-sam stark sein. Höre auf deine innere Stimme: Möchtest du auch dazugehören, dich ein-bringen in eine bewusst klein gehaltene Gruppe von Freunden und Brüdern. Vergiss nicht, eine Zunft ist nicht mit irgendeinem Verein (z.B. Sport- oder Musikverein) zu vergleichen. Ein Zünftler legt ein Treuegelöbnis ab für gute und weniger gute Zeiten. Wenn du nun mit einem herzhaften" JA" antworten kannst, liegst du bei uns richtig.

WZL: Danke Werner für das offene Gschpräch

Die Rubrik Zünftler persönlich erscheint ab sofort in unregelmässigen Abständen und soll Einblick in das Schaffen und die Motivation einzelner Zünftler geben.

Text / Foto: Hebi Lörch (WB)

Präsident Luzerner Fasnachtskomitee 2016:

Neuer LFKP 2016

Wir gratulieren Roland Barmet von der Fidelitas Lucernensis zur glanzvollen Wahl als Präsident des Luzerner Fasnachtskomitees 2016 und Bruno Wespi zum Weibel.

Geniesst ein tolles und rüüdiges Jahr mit vielen bleibenden Eindrücken!!

Freundschaftsjassen 2015:

8. Jassturnier der Gallizunft

Das traditionelle Jassturnier der Gallizunft, der Frohsinngesellschaft Stans und der Weyzunft fand in Kriens statt. Überraschender und glücklicher Sieger wurde unser Altzunftmeister Dani Seiler.

Im Gallistübli der Gallizunft in der geräumigen Gallihalle trafen sich rund 50 jassbegeisterte Kameraden der drei befreundeten Zünfte und Gesellschaften. Nach dem ersten Durchgang à acht Runden, jeder spielte für sich, stärkten sich die Jasser mit einem herrlich-feinen Risotto. Für den zweiten und dritten Durchgang wurden neue "Gegner" zugeteilt. Bei Crèmeschnitte und Café wurden gute Gespräche geführt und unvergessliche Erlebnisse ausgetauscht.

Gespannt war man auf die Rangverkündung. Ganz überraschend wurde unser Altzunftmeister Dani Seiler als Sieger ausgerufen. Herzliche Gratulation! Aber auch weitere Weyzünftler glänzten mit guten Resultaten:

Aus der Rangliste:
1. Dani Seiler, Weyzunft
2. Thaddäus Kupferschmid, Frohsinngesellschaft
3. Willi Hesemann, Gallizunft

6. Richi Fries, Weyzunft
8. Werner Bolliger, Weyzunft
10. Peter Graber, Weyzunft

Herzlichen Dank an die Gallizunft für die reibungslose Organisation, die tollen Preise und das feine Essen. Ein rundum gelungener Abend!

Text: Beat Fischer
Fotos: Benno Zurfluh

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Freundschaftsjassen 2015

MS VBL:

Besichtigung der VBL

Jeder kennt sie, jeder nutzt sie, jeder hat irgend eine Erinnerung, die mit der VBL zu tun hat, denn die Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern gibt es bereits seit 116 Jahren.
An der Mondscheinfahrt vom 2. Juni 2015 hatten 34 Zünftler die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Brav besammelten sich die Zünftler um 17:45 Uhr vor der VBL-Zentrale. Punkt 18:00 Uhr wurden wir vom VK-Tageschef Heinz Dätwyler begrüsst und in den obersten Stock der Bürozentrale geführt.
Dort wurden wir von den beiden VBL-Teamleitern Rolf Habegger und Roland Brunner willkommen geheissen.

Zuerst wurden die Zünftler mittels einem Imagefilm und einem Kennzahlenmovie orientiert.
Erstaunliche Zahlen kamen dabei zum Vorschein:Gesamtes Liniennetz inkl. Tellbus Uri 403 kmLiniennetze (Trolley, Autobus, Nachtbus) 30 Linien
Gesamtes Verkehrsnetz 194 437 Einwohner
Fahrzeuge mit vbl-Konzession 153 Stück
Personalbestand 430 Personen
Gefahrene Kilometer im Jahr 7.2 Mio.

Nach dem interessanten Briefing wurden wir in zwei Gruppen unterteilt. Zur persönlichen Sicherheit wurde jeder mit einer Leuchtweste ausgerüstet.

Teil 1 / Führung in den Hallen

In den Hallen konnten die beiden Herren Habegger und Brunner weitere interessante Eindrücke vermitteln und alle gestellten Fragen souverän beantworten.
Wusstet ihr
dass ein mittelgrosser Bus einen Tagesverbrauch von ca. 150-200 Liter Diesel hat?
dass von 02.00-04.30 Uhr alle Busse im Depot sind?
dass Fahrleitungsnetz eine elektrische Spannung von 600 Volt aufweist?
dass ein Doppelgelenkbus ca. 1.2 Mio. Franken kostet?
Wenn nicht, nun wisst ihrs!

Teil 2 / Führung in der Leitstelle

Die neue Leitstelle wurde im Februar 2015 eingeweiht. Auch dieser Teil hinterliess bei uns viele bleibende Eindrücke. Von dieser Leitstelle aus wird fast alles gesteuert, sei es von einfachen Meldungen über Notfälle hin bis über die Steuerung der Busse bei auftretenden Staus.
Insgesamt 8 Personen im Schichtbetrieb arbeiten in dieser Leitstelle. Sobald Busse im Einsatz sind, sind auch die Mitarbeiter der Leitstelle anwesend.

Ausklang im Yachthafen

Der Ausklang dieser tollen Mondscheinfahrt fand bei Wurst und Salat im Yachthafen statt. Wir danken Mani Beck für das Gastrecht im Yachthafen, Peter Bucher für die feinen Salate und dem VK für die Organisation.
Dieser herrliche Sommerabend konnte nicht besser genutzt werden!

Text: Michael Riedweg
Fotos: Benno Zurfluh

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MS VBL

MS Tintenfass:

Zu Besuch im Tintenfass-Museum Adligenswil

"Ein Tintenfass ist ein Behälter zur Aufbewahrung von Tinte für die Anfertigung von Handschriften mittels einer
Schreibfeder". Mit diesen Worten beginnt der Beschrieb, wenn man im Internet unter Wikipedia nach "Tintenfass" sucht.

Am Montagabend, den 4. Mai 2015, besammelten sich zahlreiche Zünftler bei unserem AZM Dani Amrein, um dem Tintenfass-Museum in Adligenswil einen Besuch abzustatten und der Geschichte des Tintenfasses auf die Spur zu kommen.
Kaum im Spritzwerk angekommen wurde die erste Gruppe durch unseren VKP Andi Arpagaus zum Rundgang gebeten.

In Adligenswil wurden wir von Erhard Durrer, dem Inhaber und Sammler des Tintenfass-Museums, persönlich empfangen. Erhard Durrer sammelt seit 1988 Tintengefässe. Sein erstes Tintenfass kaufte er bereits 1963. In all den Jahren haben sich ca. 2000 wunderschöne Tintengefässe und Handschriften angesammelt. Diese sind in einem einzigartigen Museum zusammengefasst.

Das Tintenfass-Museum in Adligenswil ist das grösste seiner Art in Europa!

Tinterfässer von der Antike bis zur Neuzeit
Im Museum findet man viele kleine und grosse Schätze aus verschiedenen Epochen, von denen wir heute nur noch in den Geschichtsbüchern lesen können. Noch mehr zu bewundern war Erhard Durrer, der zu jedem Stück, das er in die Hand nahm, etwas zu erzählen wusste. Die Geschichten gingen von "das habe ich dort erstanden" bis zu "das gehörte Ludwig dem XVI.".

Geselligkeit
Das erste Wort aus dem Spruch der Weyzunft war dann anschliessend auch Programm. Bei feinen Salaten und Getränken konnten sich die Zunftschar gemütlich Austauschen.
Ein grosses Dankeschön diesbezüglich geht an AZM Dani Amrein und Altweibel Heinz Kaufmann Diese beiden Herren sponserten das gesamte Essen und die Getränke!!!
Diese feine Geste honorierte der VKP mit geschmackvollen Weinen, die er den Spendern schenkte.

Mercedes Deluxe
Ein weiteres Highlight dieses Abends war der Schätz-Wettbewerb für eine Ausfahrt mit Dani Amrein und seinem Mercedes Sportwagen der Extraklasse. Die genauste Schätzung "Wie viele Kilometer wurden mit dem Mercedes bereits gefahren?" hat unser AZM Werner Rast abgegeben. Herzlichen Glückwunsch und viel Spass beim Ausritt.

Zusammengefasst kann man sagen:
1. Der Schreibende hat für diesen Text keine Tinte benutzt
2. Wir danken dem ganzen VK für den interessanten und gemütlichen Abend.
Wir freuen uns auf die kommenden Anlässe!

Text: Michael Riedweg
Fotos: Stephan Knüsel

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MS Tintenfass

MS Eiertütsche im Pulverturm:

Eiertütsche im Pulverturm

Der Start des VK 2015 mit der ersten Mondscheinfahrt in diesem Jahr ist mehr als geglückt!!

Am 4. April 2015 trafen sich insgesamt 68!! Zünftler, Frauen und Kinder zum Eiertütschen im Pulverturm. Der liebevoll dekorierte Turm strahlte im österlichen Glanz. So liess der Osterhase bereits beim Eingang die ersten "Schoggieier " liegen.

Eier aller Art soweit das Auge reicht

In der Lounge waren dann hunderte von Hühner-, Schoggi- und Zuckereier zum Verzehr bereit. Das Eiertütschen konnte beginnen. Jeder hat sich seine eigene Taktik zurechtgelegt und auch das absolut unzerstörbare Ei bekam plötzlich einen Spalt in die Schale. Verhungern oder verdursten musste an diesem Nachmittag jedenfalls niemand.

Die kleinen Gäste haben es sich im ebenfalls österlich dekorierten Sitzungszimmer gemütlich gemacht, etwas abseits der kontrollierenden Elternaugen. So konnten auch die Kids schlemmen, so viel sie wollten.

Das VK 2015 hat auch einen Wettbewerb lanciert. So musste das Gewicht von 2 Schoggihasen geschätzt werden. Dass jedoch der Ehrenfeste Zunftmeister Rolf einen ebensolchen Hasen mit Gewichtsangabe geschenkt bekam, machte die Wettbewerbsfrage relativ einfach. So musste ein Stechen entscheiden. Dieses Mal jedoch ohne schummeln und mit verschieden schweren Hasen Diese stellten dann auch gleich die Preise für die besten Rater dar.

Es war ein äusserst gemütlicher Nachmittag im Rahmen von vielen lieben Freunden. Es wurde diskutiert, gelacht, debattiert und so verging die Zeit wie im Flug.

Herzlichen Dank an das VK 2015 um Andreas Arpagaus für diesen toll organisierten Anlass und die super Bewirtung.

Wir alle freuen uns schon jetzt auf die nächste Mondscheinfahrt vom 4. Mai 2015 beim Besuch im Tintenfass-Museum in Adligenswil und dem anschliessenden Picknick bei AZM Dani Amrein.

Text und Fotos: Benno Zurfluh

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MS Eiertütsche im Pulverturm

Frühlings-Turmputzete 2015:

Erwachen aus dem Winterschlaf

Nach einem harten, kalten und nassen Winter hatte unser Pulverturm ein sanftes Erwachen mit geschmeidigen Putzlappen verdient.

Am 21. März 2015 folgten 20 Zünftler der heiklen Mission unseres Turmherrn AZM Erwin Achermann:


ALLER DRECK MUSS RAUS!!


Die Kampfansage stand somit fest. Schwer bewaffnet mit etlichen Putzutensilien, Schaufel oder Gartenschlauch zogen all die tapferen Putzteufelchen unverdrossen die Treppen hoch und wieder runter. Dies mit dem einen Ziel, jeder Spinnwebe, jedem Staubkorn und jedem noch so hartnäckigen Dreck so richtig eins auszuwischen.

Nun darf feierlich verkündet werden, dass dieser Kampf überragen gewonnen wurde und unser schöner Pulverturm glanzvoll in den Frühling starten kann. Herzlichen Dank allen Helfern für die hervorragende und speditive Arbeit!

Nach aufopfernder Arbeit durften wir die feinen Sandwiches von Daniel Habermacher geniessen. Irgendwie ging für manche der Kampf somit in der Turmstube noch weiter. Herzlichen Dank auch unserem Turmherrn für die Organisation.

Text und Fotos: Benno Zurfluh

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Frühlings-Turmputzete 2015

Aufrichte Sujet 2015:

"Marroni, Marroni" wird zum neuen Wey-Zunft-Sujet

Auf Samstag, den 31. Januar 2015, hatte die Bautruppe um ad-interim-Bauchef Fabian Gloor zur Präsentation des Umzugssujets eingeladen. Doch bevor es mit dem neuen Motto "Marroni, Marroni" von der "zünftigen Menge" besichtigt werden konnte, mussten eiligst noch einige Dinge angebracht werden. So erschienen schon um 8 Uhr die ersten Zünftler mit ihren Familien an der
"Baustelle" im Fliegerschuppen, um zur Perfektion noch am Sujet zu schrauben, zu schleifen, zu malen und zu nageln.

Um 11 Uhr dann trudelte wie vorgesehen nach und nach auch die angemeldete Zunftschar im Fliegerschuppen ein. Grosse Augen und offene Münder entdeckte man in der Menge. Gratulation dem Bauteam um Interims-Bauchef Fabian Gloor zu dem, was in so kurzer Zeit geschafft worden war und das nach einem Sujetwechsel zur Hälfte der Bauzeit!

Präsidiale Verdankung
Nachdem Fabian Gloor die Idee und das Sujet vorgestellt hatte, bedankte sich unser grossartiger Wey-Zunft-Präsident Roger Gehri bei allen Beteiligten, die durch Spontaneität und Einsatz es erneut geschafft hatten, ein derart originelles Sujet auf die Beine zu stellen. Weiter wünschte er unserem offiziellen Bauchef Daniel Schmid, der wegen eines Unfalls für die Sujet-Bauphase ausser Gefecht gesetzt worden war, gute Genesung.

Vermicelles und Vanillekrapfen
Pünktlich auf 12 Uhr zog man in die obere Etage, wo ein Mittagessen mit Brotschinken und Kartoffelsalat und zum Abschluss mit feinen Vermicelles oder Vanillekrapfen angeboten wurde.

Auch der Zunftmeister gab sich die Ehre
Der ehrenfeste Zunftmeister Rolf Sainsbury liess es sich nicht nehmen, der ganzen Bautruppe zu danken. Er erwähnte dabei, dass es aber noch einiges zu tun gebe und rief nochmals zu einem Einsatz an einem der verbliebenen Bautermine auf. Denn jede helfende Hand könne jetzt noch gebraucht werden.

Nach dem informativen Treffen verliess die Besucherschar um 14 Uhr die "Baustelle" im Fliegerschuppen mit grossartigen Eindrücken und vollem Bauch.

In diesem Sinne: "Eine eingenagelte Schraube hält besser als ein eingeschraubter Nagel."

Text:
Michael Riedweg
Fotos: Heinz Steimann AZM

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Aufrichte Sujet 2015

Interview mit Remo Bucher:

Zünftler persönlich: Heute mit Remo Bucher

Remo Bucher ist von Beruf Gebäudetechniker. Er ist verheiratet mit Esther und hat zwei Kinder, Flynn (13) und Eileen (18). Remo ist 37 Jahre alt und seit 2 Jahren in der Wey-Zunft.
Aktuell engagiert er sich im Güdismontags-OK und hilft überall wo Not am Mann ist.

WZL: Was hed dech bewoge, Mitglied bi de Wey-Zunft zwärde?
RB: Eigentlich han ech als aktive Guggemusiker immer e chli über d Zünft gschpottet. Mit de Zyt han ech aber mini Meinig gänderet und be id Wey-Zunft iträtte und zwar i de Hoffnig, d Lozärner Fasnacht chönne mitzpräge. D Mithilfe, d Wey-Tagwach id Altstadt, sprich uf de Chappelplatz zhole, entspricht genau minere Motivation für de Zunft Itritt. Es macht mich Stolz, dass ech Teil vo der "Üebig" ha dörfe si.

WZL: Wie hesch du dini Kandiatejohr erläbt?
RB: Spannend, lässig und guet. Mer sind e guete Johrgang mit toller Kameradschaft. D Zunft hed üs offe empfange, so dass ich mich sehr schnell wohl gfühlt ha.

WZL: Was gfallt der bsonders i de Wey-Zunft?
RB: Natürlich d Fasnacht, sprich de Güdismändig. Denn möchte ech d Teilnahme a de Mondschinfahrte natürlich ned misse. S gmüetliche und gsellige schätz ich sehr.

WZL: Und was würdisch du ändere?
RB: Verändere würd ich im Momänt nüd.

WZL: Was hesch du für persönlichi Ziel i de Zunft?
RB: Mitzhälfe, dass sich d Tagwach am Güdismändig i de neue Form etabliert.

WZL: Uf was freusch du dich im Augeblick am meischte?
RB: Natürlich uf de Güdismändig. Wenns ändlich losgohd.

WZL: Was hesch scho lang mol welle loswärde?
RB: Dass no meh Zünftler aktiv am Zunftläbe teilnähmid, sich ibringid und alle am gliche Strick ziehnd.

WZL: Wer sölled mer als nöschts a dere Stell porträtieren und was wär dini Frog a die Person?
RB: Ich würd gärn zwöi Lüt uswähle. De ZM Rolf Sainsbury und de Weibel, Jürg Büchi. Froge würd ich natürlich, wie sie d Zyt set em 02. Januar und d Wey-Fasnacht erläbt hend.

WZL: Danke Remo für das Gschpräch

Die Rubrik Zünftler persönlich erscheint ab sofort in unregelmässigen Abständen und soll Einblick in das Schaffen und die Motivation einzelner Zünftler geben.


Text / Foto:
Roger Gehri

Zunftmeisterabend 2015:

"Alles oder nüd, alles anderi esch nüd"

Mit diesem Spruch wurde zwar nicht der Zunftmeisterabend eröffnet, aber man wusste spätestens nach der "Laudatio" eines langjährigen Freundes unseres ehrenfesten Zunftmeisters Rolf, welches Motto diesen schon ein Leben lang begleitet.

Gestartet wurde der Abend am Samstag, 24. Januar 2015 im Gemeindesaal Meggen gemütlich mit einem Apéro. Die Vorfreude auf den bevorstehenden Anlass war den angereisten Zünftlern, Ehefrauen und Gästen anzumerken. Zum Apéro wurden Wein, Mineral und feine Gebäcke serviert, und musikalisch begleitete den Auftakt eine Kleinformation der Noggeler Guggenmusig. Bereits da bewegten sich die Hüften zur anregenden Schunkelmusik.

Pünktlich um 18 Uhr wurde die Schar durch den bereits unermüdlichen Jürg Weibel in den Saal gebeten.
Die Dekoration liess nichts zu wünschen übrig. Unter tosendem Applaus schritt schliesslich unser Zunftmeister mit Weibel und Bannerherr Erich Moser in den Saal, begleitet von den Ehefrauen. Nachdem sich alle wieder gesetzt hatten, öffnete sich zum ersten Mal der Vorhang. Doch dabei erschien Weibel Jürg nicht, wie wir ihn aus dem Zunftbüchlein kennen, sondern als ein etwas zu gross gewachsener, irischer Wichtel, der über Ansprache und Gefühle sprach. Somit war der Abend lanciert.

Säckelmeister als Küchenmeister
Nichts zu wünschen übrig liess wieder einmal auch das Abendessen: pikante Kürbissuppe mit Kastanien als erste Vorspeise, ein Fischlein im Teig als zweite Vorspeise und als Hauptgang ein Schmorbraten vom Bauernhof - mit Häpperestock und feinem Gemüse. Als leckeres Dessert wurde eine Trilogie aus Himbeer und Erdbeer sowie einem Stück Schwarzwäldertorte serviert. Für die perfekte Zubereitung durfte AZM und Säckelmeister Werner Rast als "Küchenchef" mit seiner Crew auf der Bühne die Lorbeeren entgegen nehmen.

Militär in homöopathischen Dosen
Verschiedene Darbietungen wurden von einem leicht militärischen Touch geprägt, passend zum Beruf des Zunftmeisters. Gleich zu Beginn prüfte man den Zunftmeister und seinen Weibel auf deren Kompatibilität. Sie mussten dabei zehn Fragen mit "Du" oder "Ich" beantworten. Ergebnis: 60% Übereinstimmung und 6 Dosen "Chili got garned". Eine geniale Militärmusikformation brachte den Saal dann stimmungsmässig zum Kochen und löste eine Polonaise aus. Da war es dem Publikum egal, ob diese sieben jungen Musikanten das eine oder andere Stück zwischen dem einen oder andern Bier als Zugabe spielten.

Atemlos und satirisch
Nach "atemlosen" Karaoke-Einlagen wurde mit T.N.T. der Marmor und das Eisen gebrochen. Satirisch ging es mit dem Urs Liechti, dem Schryber der Gnagizunft, weiter, bis unser genialer Zunft-Schryber als Madame Butterfly erschien. Als bunter Schmetterling zog er - wie bereits in den vergangenen Jahren bei seinen bald legendären Auftritten - die Gäste im Saal in seinen Bann. Zum Schluss musste der Zunftmeister einen Sporttest nachholen, den er vorerst nicht bestanden hatte; eine zweite Chance hat ja jeder verdient. Das Schlussergebnis: Test bestanden, Diplom erhalten, Jahrgänger in den Turm eingeladen und einen Zunftmeister beglückt!

Die Nölli Grötze Lozärn krönten den gelungenen Abend zum Schluss mit einem imposanten musikalischen Auftritt, und der ehrenfeste Zunftmeister Rolf Sainsbury bedankte sich bestens gelaunt bei allen Beteiligten und wünschte allen eine rüüdige schöne Fasnacht 2015.

Text:
Michael Riedweg
Fotos: Heinz Steimann AZM

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Zunftmeisterabend 2015

Schalander 2015:

Ausgelassene Stimmung in den Heiligen Hallen der Brauerei Eichhof

Zum ersten Zusammentreffen der Luzerner "Fasnachtsgewaltigen" und der Gallizunft aus Kriens, der "Vereinigten" und der "Kulturfasnächtler" hat die Brauerei Eichhof durch das Lozärner Fasnchtskomitee am Montag, 12. Januar 2015 in den Schalander eingeladen. Wie immer gesellten sich zu den LFK-Delegierten auch eine schöne Anzahl von Medienschaffenden, die gespannt den launigen Reden der "Kettenträger" lauschten.

Den offiziellen Grussreigen eröffnete der amtierende LFK-Präsident als "Köfferlifasnächler" mit humorvollen Worten - in fasnächtlichen Kleidern und maskiert . Schlag auf Schlag folgten als gewiegte Redner MLG-Präsident Bernhard Matter, Jürg Weber Dominus der Fidelitas, und der Frischerkorene Fritschivater und Zunftmeister zu Safran Thomas Bucher. Unser ehrenfester Wey-Zunftmeister Rolf Sainsbury verriet in seinem Vortrag analog dem bekannten Neujahrshit "Dinner for One", wie bei ihm ein Tagesablauf aussehen könnte. Thomas Fischer als Gallivater aus Kriens machte es kurz und bündig: Er wünschte allen einfach eine schöne Fasnacht 2015.

Durch den Abend führte gekonnt und witzig der LFK-Vize Roland Barmet, der den Anlass mit einem "Betruf" eröffnet hatte. Für musikalische Unterhaltung beim Apéro und den ganzen Abend hindurch sorgte ein Trio von den "Top Swiss".

Neues aus der Küche

Die Brauereiküche wartete mit Neuerungen auf. Erstmals waren die Steinhumpen - gefüllt mit feiner Gulaschsuppe - nur mit einem "Mutschli" zugedeckt, also nicht wie bisher mit einem Blätterteigdeckeli zugeklebt. Auch beim Dessert wurde an Stelle des üblichen Apfelkuchenstücks ein feiner "Biercup" in einem neukreierten 1dl Glas serviert. Beides mundete der ganzen Gesellschaft bestens. Die Angestellten von Küche und Service durften denn auch als Dank nicht nur einen kräftigen Applaus entgegen nehmen; sie erhielten vom grossartigen LFK-Präsidenten auch je eine LFK-B-Plakette.

Zum Abschluss des Abends trat die die grossartig aufspielende Guuggenmisig Rüssgusler auf, welche die gesamte Herrengesellschaft zum Mitklatschen und Schaukeln animierte.

Text:
Alois Bucher AZM
Fotos: Heinz Steimann AZM

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Schalander 2015

Inthronisation 2015:

Oberst Sainsbury besteigt den Thron der Wey-Zunft

Rolf Sainsbury wurde als Wey-Zunftmeister am Samstag, 10. Januar 2015 feierlich inthronisiert. Die Luzerner Fasnacht prägt er schon seit mehreren Jahren: Der 57-jährige Wey-Zünftler und Berufsoffizier war während 25 Jahren Mitglied der Guggenmusik "Noggeler" Luzern. Und seit vier Jahren ist er Mitglied der Zunft. Zusammen mit seiner Gattin Lilo und dem Weibelpaar Jürg Büchi und Linda Kolly wird er die Wey-Zunft Luzern im höchsten Amt durch das Jahr führen.

Bevor der neue Regent aus den Händen von Wey-Zunftpräsident Roger Gehri die Insignien seines Amtes entgegennehmen konnte, verabschiedete sich sein Vorgänger Giulio Capasso mit seiner Gattin Milena sowie dem Weibel-Ehepaar Berto und Daniela Margraf mit einem "Ciao a tutti grazie mille" bei der Wey-Zunftfamilie aus dem Amt des Zunftmeisters: "Wir durften im Kreise der Wey-Zunftfamilie ein unvergessliches und fantastisches Jahr erleben", betonte der dankbare Noch-Zunft-Meister.

Dann war es soweit: Rolf Sainsbury durfte von Zunftpräsident Roger Gehri, welcher von AZM Hanspeter Schättin und Zunftritter Peter Bucher unterstützt wurde und galant durch den Abend führte, folgende Insignien in Empfang nehmen:

Die Kette als Zeichen der Würde, das Zepter als Zeichen der Macht, den Ring als Zeichen der Verbundenheit, den Goldenen Stern auf der Mütze als Kennzeichnung, den goldenen Turmschlüssel als Zeichen des Stubenrechts im Pulverturm Luzern.

Stägers Volltreffer

Einen durchwegs starken Auftritt hatten nebst Rolf Sainsbury auch dessen Gäste. Regierungsrat Marcel Schwerzmann, SVP-Nationalrat Felix Müri und FCL-Präsident Ruedi Stäger ans vorfasnächtliche Rednerpult. Alle drei Auftritte waren mit der nötigen Portion Selbstironie gewürzt, wobei Blau-Weiss-Chef Stäger einen besonderen Treffer landete: Sainsbury sei nach nur vier Jahren Mitgliedschaft bereits Zunftmeister, ein echter Senkrechtstarter! , schwärmte Stäger. Beim FCL ist das anders: Nach vier Jahren bist du da schon eine echte Rarität .

Um Mitternacht dann eröffnete die Guggemusig "Noggeler" Luzern die Wey-Fasnacht.

Text: Steph Knüsel
Bilder: Heinz Steimann AZM

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Inthronisation 2015

Fahnenstellen ZM 2015:

Ein Novum mit zwei Fahnen

Am 7. Januar 2015 durften erstmals in der Geschichte der Weyzunft für den neuen Wey-Zunftmeister gleich zwei Fahnen gehisst werden.

Die wunderbare Tradition der Wey-Zunft verlangt, dass nach der Bot-GV beim amtierenden ZM zu Hause die Wey-Zunftfahne gehisst wird. Das VK unter der Leitung von Andreas Arpagaus hat dies im neuen Jahr auch wieder ermöglicht. Unter vollem Einsatz wurde der Fahnenmast im Vorgarten des zunftmeisterlichen Heims in Ennetbürgen eingelocht und die Fahne am Mast gehisst. Der stolze Zunftmeister 2015 Rolf Sainsbury begutachtete diesen Vorgang aus nächster Nähe.

Doch damit nicht genug gearbeitet für das VK. Erstmals wurde beim amtierenden Zunftmeister noch eine zweite Fahne am Arbeitsort gestellt. So verliess der ganze Tross Ennetbürgen in Richtung Luzerner Allmend.

Reverenz und Schlussakt beim AAL

Direkt vor dem Büro im Armee-Ausbildungszentrum des Wey-Zunftmeisters Rolf Sainsbury war bereits ein Fahnenmast aufgestellt worden. VKP Andreas liess seine Mannen im Tenü blau und mit Helm antreten. Im Gleichschritt wurde die Fahne mit allen militärischen Würden zum Fahnenmast getragen und gehisst. Diese gelungene Einlage überraschte doch alle Anwesenden sehr.

Nach getaner Arbeit wurde die versammelte Gästeschar fürstlich im Restaurant Murmatt verköstigt. Bei "Chäässchnitten" und "Spatz" durfte auch gleich der neue Zunftmeisterwein gekostet werden. Zum Dessert wurde eine gebrannte Crème serviert.

Den Abend begleitete musikalisch die Gruppe "Combo 79" aus Stans.

Bei derart schönen und gemütlichen Stunden mit dem Zunftmeister- und Weibelpaar freuen wir uns auf viele weitere Anlässe mit gemütlichem Beisammensein.

Text: Benno Zurfluh
Bilder: Heinz Steimann AZM

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Fahnenstellen ZM 2015

Bot 2015:

Nostalgische Note bei der Wahl des Wey-Zunftmeisters

Viele Zünftler folgten gespannt der Einladung zum Bot 2015 im Grand Casino Luzern. Im schön dekorierten Saal wurden alle mit einem Glas Prosecco empfangen.

Zunftpräsident RogerGehri führte souverän durch den ersten Teil des Abends. Nach einer kurzen Pause kam aber endlich der Moment, dem schon alle Zünftler seit Wochen entgegengefiebert hatten: Die Wahl des Wey-Zunftmeisters 2015.

In einem Kurzfilm wurde aufgezeigt, wie minuziös die Vorbereitungen der Mitglieder der Zunftmeister-Wahlkommission gewesen waren. Mit einer Präsentation wurden Bruchstücke einiger Eigenschaften und Gepflogenheiten des neuen ZM verraten, welche aber eher die Spekulationen über seine Person noch belebten. Am Schluss der Präsentation kam der Aha-Effekt doch noch: Als Zunftmeister 2015 offenbarte sich Rolf Sainsbury! Mit Tambour und Banner wurden er und sein Weibel Jürg Büchi in den Panoramasaal geleitet.

Herzliche Gratulation zu dieser glanzvollen Wahl!

Während eines kurzen Apéros im Casineum wurden feierlich die Frauen, welche im Hotel Schweizerhof ihren eigenen Anlass feierten, über die Wahlergebnisse informiert. Und das VK 2014 unter der Leitung von Meck Rast nutzte die Pause, um die letzten Vorbereitungen zur traditionellen Botunterhaltung zu treffen.

Zeitreise zu den Wurzeln der Zunft

Beim Einlass in den Saal bekam jeder Zünftler einen gravierten Kugelschreiber, ein bleibendes Erinnerungsstück an diesen wunderschönen Abend. Dann begann eine eindrückliche Zeitreise von der Gründung der Wey-Zunft bis heute, wobei die Vorführung der Gründungssitzung durch das VK 2014 der absolute Höhepunkt war. Viele Zünftler staunten, was alles für Fotos, Berichte, ja sogar Videomaterial aus alten Zeiten hatten beschafft werden können. Gratulation an alle Mitglieder des VK für diese tolle nostalgische Reise zu den Wurzeln unserer Zunft!


Text: Benno Zurfluh
Bilder: Heinz Steimann AZM

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Bot 2015